14. April 2016

CIRS-Mitarbeiter von Krankenhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden zur CIRS-Benchmark Studie 2016 aufgerufen. Mehr als 250 Teilnehmer aus Kliniken mit unterschiedlicher Bettenanzahl nahmen teil. Die Ergebnisse, die sich alle auf das Jahr 2015 beziehen, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

CIRS-Bearbeitungszeit

Innerhalb der Studie gaben die Teilnehmer an, dass im Jahr 2015 jeder CIRS-Mitarbeiter im Durchschnitt rund 63 CIRS-Fälle bearbeitet und für eine Fallbearbeitung im Durchschnitt rund eine Stunde Zeit hatte. Jedoch wünschen sich fast 40% der Teilnehmer für die Bearbeitung der CIRS-Fälle mehr Zeit und zwar im Durchschnitt 1,9 Stunden. Das entspricht fast der doppelten Bearbeitungszeit.

 

CIRS-Ausbildung

Fast 60 % der Teilnehmer gaben an, eine formale Ausbildung zur Bearbeitung von CIRS-Fällen erhalten zu haben. Anwender ohne formale CIRS-Ausbildung sehen zu 61 %, einen Bedarf an einer Ausbildung. Schulungen werden dabei vor allem zur Fallanalyse, Umsetzung bzw. Entwicklung von effektiven Maßnahmen und zu Kommunikationstechniken gewünscht.

 

Kompetenz

Rund 70 % der Teilnehmer gaben an über die notwendige Entscheidungskompetenz zu verfügen. Teilnehmer mit zu wenigen Befugnissen fehlt z.B. die Einflussnahme auf Fehleranalysen oder die Unterstützung und Wahrnehmung der Problemfelder durch Entscheidungsträger.

Bei rund einem Drittel der Befragten gibt es keine Tätigkeitsbeschreibung für die Aufgaben eines CIRS-Bearbeiters.

 

Probleme von CIRS-Bearbeitern

CIRS scheint sich an manchen Institutionen gut etabliert zu haben, mit dann auch sehr guten Effekten. Viele Nutzer kämpfen aber immer noch mit bekannten Schwierigkeiten von CIRS, z.B.:

  • Akzeptanz durch Führungskräfte
  • Generieren von ausreichend relevanten Meldungen
  • Anonymisierung und Sanktionsfreiheit
  • Organisationale Einbettung und systematische Bearbeitung von Fallberichten
  • Maßnahmenplanung und -umsetzung etc.

 

Korrelationen

Je länger das CIRS in einer Einrichtung etabliert ist, desto höher scheint die Professionalisierung zu sein (höhere Schulungsrate, höhere Kompetenzen, Tätigkeitsbeschreibung, bessere Akzeptanz). Zudem verfügen Anwender mit einer formalen CIRS-Ausbildung über mehr benötigte Entscheidungskompetenzen und haben eher Tätigkeitsbeschreibungen für die CIRS-Bearbeitung.

 

Durchgeführt wurde die Befragung von den Unternehmen Inworks GmbH und InPASS Institut für Patientensicherheit und Teamtraining GmbH. Der Bericht, soll CIRS-Bearbeitern helfen, ihre Situation im Vergleich mit den Ergebnissen anderer Krankenhäuser einzuschätzen.

Gerne senden wir Ihnen die kompletten Ergebnisse der Studie zu. Schreiben Sie uns eine E-Mail an: info@inworks.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.